Der Eschweiler Geschichtsverein – kurz »EGV« – vereinigt rund 1100 Mitglieder. Damit ist er nicht nur der größte Verein im Gebiet der Stadt Eschweiler, sondern auch der bedeutendste Kulturträger der Stadt und einer der größten Geschichtsvereine Deutschlands.
Erneut im Programm
Armin Gille:

Eschweilers verschwundene Straßen

2., überarbeitete und vermehrte Auflage 2016

Ab dem 19. März 2016 im Buchhandel erhältlich.

ISBN 978-3-9816072-5-3

Die Retrospektive zum Bau der Indestraße und dem damit verbundenen Untergang der Eschweiler Altstadt und ihrer Beziehungen zur Inde wird auf vielfachen Wunsch hin wieder erhältlich sein. Die 2., überarbeitete Auflage Eschweilers verschwundener Straßen ist textlich vermehrt, einige Bildmotive sind ersetzt oder verbessert, die Register erweitert worden.

Pp. bd., Fadenh., 8°q, 293 Seiten, 482 Abb.; EUR 24.90

Metzgerei Flachs, Weisweiler, Hauptstraße 7, um 1960

Metzgerei Flachs, Weisweiler, Hauptstraße 7, um 1960

Donnerstag, 7. April 2016
Dia-Vortrag:

Kike on muule öve aal Belder: Jeschäfslüü en Wiswiele on Hüchele

Referent: Franz Hirtz

Ort: Katholisches Jugendheim, Weisweiler, Severinstraße 9
Uhrzeit: 19 Uhr

Eintritt frei.

Kike on muule öve aal Belder, diesmal über die Jeschäfslüü en Wiswiele on Hüchele. Der Dia-Vortrag von Franz Hirtz führt uns in die Zeit, als in Hauptstraße und Lindenallee in Weisweiler sich ein Geschäft an das andere reihte und es noch alles im Ort zu kaufen gab.
Wie immer freut sich Franz Hirtz, wenn viele Teilnehmer den jungen Menschen aus ihren Erinnerungen erzählen und damit das frühere Ortsleben wieder lebendig wird.
Kettenfahrzeug der 1. Infanterie-Division der U.S. Army im zerschossenen Hürtgenwald, 16. Februar 1945

Kettenfahrzeug der 1. Infanterie-Division der U.S. Army im zerschossenen Hürtgenwald, 16. Februar 1945

Samstag, 9. April 2016
Tagesfahrt:

Wandeln auf den Spuren der Kampfgruppe Wegelein im Hürtgenwald

Leitung: Kurt Manthey
Führung: Stefan Willms

Treffpunkt: Hotel »Zum Alten Forsthaus«, Germeter 49, 52393 Hürtgenwald
Uhrzeit: 14 Uhr

Kosten: 5 € je Person, Jugendliche bis 16 Jahre frei (für Führung, Kosten für An- und Abreise nicht enthalten)

Oberst Helmuth Wegelein, ehemals Leiter der Heeresunteroffiziersschule in Saarlautern, führte ein Kommando etwa in Regimentsstärke mit rund 2.000 Mann in der Nacht zum 12. Oktober 1944 in die Schlacht im Hürtgenwald. Die Führung war kriegserfahren, die Mannschaften bestanden aus Wehrmachtsschülern im durchschnittlichen Alter von etwa 18 Jahren. Das Kommando hatte die Aufgabe, auf der Hochebene zwischen Wehetal und der heutigen B 399 (Hürtgen-Germeter) anzugreifen, um die U.S. Army zurück ins Wehetal zu drängen. Bei den entsprechenden deutschen Angriffen am Morgen und am Nachmittag des 12. Oktobers 1944 starben 500 deutsche Soldaten(jungens) zusammen mit ihrem Kommandeur Wegelein.
Hürtgenwald-Gästeführer Stefan Willms führt an den Ort des Geschehens.
Centro in Oberhausen

Centro in Oberhausen

Dienstag, 12. April 2016
Vortrag:

Einst und jetzt: Das Ruhrgebiet und das Rheinland vom Mittelalter über die Industrialisierung bis zur Gegenwart

Referenten: Dr. Vera Henkelmann, Armin Meißner

Ort: Talbahnhof
Uhrzeit: 19:30 Uhr

Eine Veranstaltung der VHS in Zusammenarbeit mit dem Eschweiler Geschichtsverein – Eintritt frei.

Die Arbeit prägt das Leben der Menschen. Die Bedingungen, unter denen Menschen arbeiten und leben, haben sich massiv verändert und befinden sich auch heute im Fluss. Der Vortrag stellt die Arbeitswelten des Mittelalters und der Moderne gegenüber. Das Mittelalter wurde vom landbesitzenden Klerus sowie dem Adel als Arbeitgebern bestimmt. Beispielhaft sollen hierbei das Damenstift Essen und die Benediktinerabtei Essen-Werden mit ihren Kirchen und Schatzkammern vorgestellt werden. Dem wird die Gutehoffnungshütte in Oberhausen gegenübergestellt, auf deren ehemaligem Gelände sich heute das Centro Oberhausen befindet.
Karolingische Buchkunst: Autorenporträt des Terenz

Vaticana, Vat. lat. 3868 (2r) (Aachen?)
Autorenporträt Terenz, um 825

Donnerstag, 21. April 2016
Vortrag:

Die Künste am Hof Karls des Großen

Referent: Dr. Frank Pohle

Ort: Talbahnhof
Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ein Vortrag in Zusammenarbeit mit der VHS – Eintritt frei.

Aachen blühte auf unter den frühen Karolingern. Mit einem ausgedehnten Winteraufenthalt König Pippins 765/66 erschien der Ort erstmals in den Schriftquellen, und spätestens Pippins Sohn Karl ließ den örtlichen Königshof zu einer repräsentativen Palastanlage ausbauen. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstand dort, am Ostrand der karolingischen Kernlandschaft an der mittleren Maas, die politisch und architektonisch wichtigste Pfalz der frühen Karolingerzeit, Zentrum eines ausgedehnten landwirtschaftlichen Komplexes, zu dem auch Eschweiler gehörte.
Von Aachen aus wurde das frühe Europa politisch und kulturell entscheidend geformt. Eine Vielzahl von Reformen ging von Aachen aus, wo Karl der Große und Ludwig der Fromme Gelehrte aus allen Teilen Europas versammelten. Sie erneuerten die christlich-lateinische Kultur und legten die Grundlage einer erneuerten, rationalen Wissenschaftlichkeit.
Der Vortrag geht diesem Wissen nach, zeigt, wie es strukturiert war, eingeteilt in die »sieben freien Künste« und ein reiches handwerkliches Wissen der »mechanischen Künste«, die sich im frühen Mittelalter zu formieren begannen.
Abtei Essen-Werden

Abtei Essen-Werden

Samstag, 30. April 2016
Tagesfahrt:

Einst und jetzt: Das Ruhrgebiet und das Rheinland vom Mittelalter über die Industrialisierung bis zur Gegenwart

Leitung: Dr. Vera Henkelmann
Führung: Dr. Vera Henkelmann, Kurt Manthey

Treffpunkt: Talbahnhof, Raiffeisen-Platz
Uhrzeit: 9 Uhr

Wir besuchen die Abtei Essen-Werden, das Stift Essen und den Stadtteil Neue Mitte in Oberhausen. Abschließend können die Teilnehmer das dortige Centro und den Gasometer individuell erkunden.

 

Donnerstag, 5. Mai, bis Samstag, 7. Mai 2016
Dreitagefahrt:

Studienfahrt nach Kassel, Arolsen, Fritzlar – Schlösser, Fachwerkbauten und ein Fürst mit vielen Töchtern

Leitung: Wolfgang Schmidt

 
Zeitgenössisches Gemälde: Friedensschluss von Nimwegen

Der Friedensschluss von Nijmegen

Donnerstag, 19. Mai 2016
Vortrag:

Der Friede von Nijmegen 1678-79

Referent: Armin Meißner

Ort: Talbahnhof
Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ein Vortrag in Zusammenarbeit mit der VHS – Eintritt frei.

Im Jahr 1678 brannten französische Truppen die Stadt Eschweiler völlig nieder. Lediglich die sogenannte Lederpieta der Pfarrkirche St. Peter und Paul konnte durch den Mut dreier namentlich bekannter Bürger vor der Zerstörung bewahrt werden. Diese barbarische Aktion fand statt im Rahmen des Holländischen Krieges, in dem Ludwig XIV. versuchte, die nördlichen Niederlande als politische Macht auszuschalten. Noch im gleichen Jahr begannen in Nijmegen Friedensverhandlungen, die sich bis 1679 hinzogen. Der Friede von Nijmegen brachte Frankreich große territoriale Gewinne, zeigte aber auch die politischen und militärischen Grenzen des französischen Expansionsdranges auf.
Parc et Chateau des Freyr

 

Samstag, 4. Juni 2016
Tagesfahrt:

Traumschlösser an der Maas: Château Freÿr und Château Vêves

Leitung: Gabriele Müller
Führung: Armin Meißner

Abfahrt: 8 Uhr
Treffpunkt: City-Haus, Peter-Paul-Straße 1

Busfahrt in das malerische Maastal, Besuch von Schloss Freÿr und Burg Vêves sowie des nahegelegenen Ort Celles mit seiner romanischen Kirche. Drei-Gänge-Mittagessen, Führungen.
Goldene Bulle

Goldene Bulle. Links: Rückseite mit der Darstellung Roms, rechts: Vorderseite mit dem Bildnis des Kaisers

Donnerstag, 9. Juni 2016
Vortrag:

Karl IV. Ein Luxemburger auf dem Kaiserthron

Referent: Armin Meißner

Ort: Talbahnhof
Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ein Vortrag in Zusammenarbeit mit der VHS – Eintritt frei.

Karl IV. aus dem Hause Luxemburg wurde 1346 in Bonn zum deutschen König, 1355 in Rom zum Kaiser gekrönt. Seine bedeutendste politische Leistung war der Erlass der sogenannten Goldenen Bulle im Jahre 1356, mit der er die verfassungsrechtlichen Grundlagen des Heiligen Römischen Reichs regelte; sie war bis 1806 gültig. Meist residierte er in Prag, war auch König von Böhmen, wo in seinem Auftrag großartige Bauten entstanden: Neubau des Hradschin, des Veitsdoms, der Karlsbrücke und – ebenfalls in Böhmen – die Burg Karlstein. Seither spricht man auch vom »Goldenen Prag«. Besonders erwähnt sei hier der Bildhauer und Baumeister Peter Parler. In Prag gründete Karl IV. 1348 die erste deutsche Universität.

 

Dienstag, 14. Juni, bis Donnerstag, 23. Juni 2016
Zehntagefahrt:

Geheimnisvolle Bretagne – Menhire, Dolmen und Kalvarienberge; Eine Studienreise ans Ende der Welt

Leitung: Siegfried Tschinkel
Veranstalter: Tangram Tours

 

 

Mittwoch, 15. Juni 2016
Halbtagesfahrt:

Textilmuseum Tuchwerk Aachen (Soers)

Leitung: Franz-Josef Surges
Führung: örtliche Führer

Treffpunkt: Strüverweg 116 (Soers) in Aachen
Uhrzeit: 14:30 Uhr (Beginn der Führung)

Führung durch das »Textilmuseum Tuchwerk Aachen«.
Die Gruppe trifft sich in Aachen, für An- und Abreise können Mitfahrgelegenheiten genutzt werden.
Oskar Schindlers Fabrik in Krakau (Foto: Noaa)

Die ehemalige Emaille-Fabrik von Oskar Schindler in Krakau (Foto: Noaa, Wikipedia, CC BY-SA 2.5)

Montag, 5. September, bis Montag, 12. September 2016
Achttagefahrt:

Krakau, Breslau, Posen

Leitung: Kurt Manthey
Veranstalter: Reisebüro Lambertz

Flug nach Krakau, drei Übernachtungen daselbst, Besichtigung der Altstadt, Judenviertel (Schindlers Fabrik), Wawel, Salzbergwerk Wieliczka und Auschwitz. Auf der Fahrt nach Breslau Besichtigung der Schwarzen Madonna von Tschenstochau. Zwei Übernachtungen in Breslau, Besichtigungen, Bootsfahrt. Zwei Übernachtungen in Posen, Besichtigungen. Fahrt nach Berlin, von dort Rückflug.
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