Jubiläum: Arbeitskreis Mundart feiert 50-jähriges Bestehen

Die Mundartveranstaltungen zum 50-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises Mundart waren ein voller Erfolg

In der vollbesetzten Gemeinschaftshalle der Karnevalsgesellschaft Hastenrath fanden am 08.10.26 und am 09.10.26 in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Eschweiler zwei Mundartveranstaltungen unter dem Motto „Os Sprooch es Hemeet“ statt.

Die Mitglieder des Arbeitskreises 3 boten über 2 ½ Stunden dem begeisterten Publikum ein abwechslungsreiches Programm. Die musikalische Leitung hatte Peter Goerres. Unterstützt wurden die Aktiven durch den Männergesangverein Cäcilia Hastenrath und durch einen Chor, bestehend aus Jugendlichen, die bereits in Eschweiler Karnevalsgesellschaften Verantwortung übernommen haben.

Erstmals konnte bei den Veranstaltungen das längst vergriffene Eschweiler Mundartwörterbuch mit dem Titel „Wie me bei os sprich“ in dritter Auflage wieder angeboten werden. Hiervon wurde rege Gebrauch gemacht.

Das Mundartwörterbuch ist ab sofort in der örtlichen Buchhandlung zum Preis von 23,95 Euro erhältlich. Es wird sicherlich als passendes Weihnachtsgeschenk unter manchem Gabentisch zu finden sein.

Fotos: Gaby Römers

Presseveröffentlichung der Eschweiler Filmpost, Gaby Römers

Wenn et Kammerpöttsche in de USA flüch un et Kiisbrüütsche afbrennt

Dann wird Sprache zu Heimat und die Eschweiler Bürger wissen genau, was die Stunde geschlagen hat: Der Mundartkreis des Eschweiler Geschichtsvereins e. V. feiert sein stolzes 50-jähriges Jubiläum.
In der vollbesetzten Dorfgemeinschaftshalle Eschweiler-Hastenrath führte Moderator Alfred Wings charmant durch ein abwechslungsreiches Programm. Dazu durfte er eine Reihe namhafter Gäste begrüßen, darunter Silvia Hannemann (VHS), Bürgermeister Patrick Nowicki sowie Altbürgermeister Rudi Bertram.
„Os Schprooch es Hemeet“ lautet das Motto des Mundartvereins.
Wozu Bürgermeister Nowicki schmunzelnd berichtete, dass er zu Hause eigentlich stets zu Hochdeutsch angehalten wurde – das echte Platt dann aber heimlich bei seiner Großmutter lernte –,  Rudi Bertram hingegen erinnerte sich sehr gerne daran, dass in seiner Familie das Eischwiele Platt stets aus janzem Hext (ganzem Herzen) gesprochen wurde, was ihm bis heute ein tiefes Gefühl von Heimat vermittele.
Dieses Gefühl von Verbundenheit spiegelte sich direkt im nächsten Programmpunkt wider. Steffi Bücher sang gemeinsam mit Kindern aus lokalen Karnevalsvereinen, unterstützt von Peter Goerres, das Lied „Rähts ode lenks van de Eng“. Was danach folgte, war ein wahres Feuerwerk an humorvollen Anekdoten, Liedern und gleichermaßen besinnlichen Vorträgen in schönstem Eischwiele Platt von den verschiedensten Akteuren.
Besonders zwei Geschichten strapazierten die Lachmuskeln.
Da war zum einen das Kammerpöttsche (Nachttöpfchen), das im Laufe seines Lebens schon so manches Föttsche ( Popo) gesehen hatte und unverhofft in die USA verschickt wurde. Zum anderen sorgte die Erzählung über ein heißbegehrtes Mohnkiisbrüütsche (Mohnkäsebrötchen) das eigentlich für besondere Anlässe gedacht war, dann aber unglücklich auf dem heißen Klassenofen verpuffte, für große Heiterkeit.
Musikalisch ging es hochkarätig weiter: Die „Boy – Group von der Inde“, „De Hälepe“, brachten den Saal ordentlich in Stimmung und der MGV Cäcilia Hastenrath, der gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Jöris auftrat musste sogar eine Zugabe geben.

Wer seine eigenen Kenntnisse im Eischwiele Platt nach diesem gelungenen Abend vertiefen möchte, dem legten Altbürgermeister Bertram und Moderator Wings das frisch zum Jubiläum neu aufgelegte Standardwerk von Leo Braun: „Wie me bei os sprich“ ans Herz. Das es nun bald wieder zu kaufen gibt.

Nach gut zweieinhalb Stunden bester Unterhaltung endete der Abend, und Alfred Wings und sein Mundart-Team verabschiedeten sich gemeinsam mit allen Akteuren von ihren Gästen. Beim Nachhause gehen war sich das Publikum einig, und man hörte es noch vielfach im Foyer raunen: „Nee, wat wor dat schön!“

Bei dem Vortrag vom 09. September 2026 vom „AK 13 zur Dürwißer Ortsgeschichte“ im Bonifatius- Forum in Dürwiß wurde die Dürwißer Gemeindeverwaltung vom 1796 bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1971 sehr illustriert vorgestellt.  Die einzelnen Mitglieder aus dem Arbeitskreis berichteten anschließend ausführlich über die Entwicklung des Postwesens in Dürwiß. In der Pause nutzten die ca. 90 Gäste die Gelegenheit, sich über den Inhalt der beiden vorgetragenen Themen lebhaft auszutauschen.

Nach der Pause stand als Thema „Handel und Gewerbe in Dürwiß“ auf der Agenda. Es wurde über die Banken und Sparkasse, sowie über Apotheken, Drogerien, Fahrrad- und KFZ-Werkstäten, Tankstellen und dem Einzelhandel berichtet. Sehr ausführlich konnte über die Geschäftsentwicklungen bei der Großfamilie Hannen und dem Niedergang der „Tante-Emma-Läden“ berichtet werden. Zum Abschluss wurden die verschiedenen familiengeführten Kleinindustriebetriebe dargestellt.
Der Vortrag wurde durch viele historische Bilder von Dürwiß sehr anschaulich begleitet. Mit starkem Applaus bedankten sich die zahlreichen Besucher bei den Mitwirkenden vom AK 13 für einen kurzweiligen Abend.

Meile der guten Projekte

Am verkaufsoffenen Sonntag, 30. August 2026 war der Eschweiler Geschichtsverein mit seinen ehrenamtlichen Mitglieder auf der Neustraße in Eschweiler mit einem Öffentlichkeitsstand bei der Meile der guten Projekte vertreten. Bei schönem Wetter konnten einige neue und alte Kontakte aufgefrischt werden. Literatur über Eschweiler und seine Geschichte wurde interessierten Bürger angeboten. Die Veranstalltung war um 18:00 Uhr beendet und die beteiligten Mitglieder freuten sich die Füße hochzulegen.

Unten sehen sie einige Fotos von der Veranstaltung. Fotos: Eberhard Büttgen, Dieter Joußen

Mitgliederehrung bei der Mitgliederversammlung

Bei der Mitgliederversammlung am 16.05.2026 wurden durch den Vorsitzenden Rudi Bertram  Mitglieder für Ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Alle anwesende ausgezeichneten erhielten eine Urkunde, einen Blumenstrauß sowie eine Flasche Sekt bzw. Wein. 

 

Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Eschweiler Geschichtsverein, 

Frau Regina Goebbels und Frau Gisela Badura

 

Für 40 Jahre Mitgliedschaft im Eschweiler Geschichtsverein, 

Herr Matthias Kortz, Frau Helen Weidenhaupt und Herr Josef Dickmeis

 

Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Eschweiler Geschichtsverein wurden geehrt

Herr Siegfried Tschinkel, Frau Eva Faensen und Herr Heinz Faensen

7. Vortrag des Arbeitskreis Dürwiß

Am 02. März 2026 fand ein weiterer interessanter Vortragsabend vom „AK 13 – Dürwißer Ortsgeschichte“ im Bonifatius- Forum in Dürwiß statt. Es wurde zu dem Thema “ Die Straßen von Dürwiß “ vor mehr als 80 Gästen über die Entwicklung der Wege, Gässchen und Straßen in und um Dürwiß berichtet.

Hierbei lagen die Schwerpunkte bei der Entstehung der ersten römischen Straße, der Aachen-Frankfurter Heerstraße sowie den Verbindungswegen zwischen den Orten im Mittelalter. Es wurde über die historische Entwicklung der Flur- und Wegenamen und Hausnummern berichtet. Die Entstehung der Verbindungswege und Dorfgässchen und deren Ausbau zu Straßen waren sehr aufschlussreich.
Nach der Pause stand der Wiederaufbau nach dem Kriege, die Ortskernsanierung und die Erschließung der zahlreichen Neubaugebiete von Dürwiß im Mittelpunkt, bevor die Bedeutung der verschiedenen Straßennamen erläutert wurde.
Der Vortrag wurde mit vielen historischen Bildern von Dürwiß begleitet. Mit starkem Applaus bedankten sich die zahlreichen Besucher bei den Mitwirkenden vom AK 13 für einen kurzweiligen Vortragsabend.

6. Vortrag des Arbeitskreis Dürwiß

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Der Arbeitskreis 13 vom Eschweiler Geschichtsverein hatte am Montag, dem 24. November 2025 zum sechsten Vortrag mit dem Thema “ Dorfkreuze, Denkmale und Bildstöcke in und um Dürwiß “ ins Bonifatiusforum eingeladen. Der Veranstaltungsraum war mit ca. 90 Personen bis auf den letzten Platz gefüllt.


Es wurde über die alten Wegkreuze, Bildstöcke und Denkmale aus der Zeit zwischen 1650 und 2000 berichtet. Die drei Gedenkstätten für die Gefallen der beiden Weltkriege sowie die im Ort befindlichen Stolpersteine in Gedenken von NS-Opfern in Dürwiß wurden erläutert, wobei die Hinrichtung von Johann Zdum als polnischer Zwangsarbeiter eine große Betroffenheit auslöste.
Als künstlerische Denkmale wurden die beiden Verkehrskreisel am Blausteinsee und der Kaafsack-Brunnen vor dem Broicher Hof vorgestellt. Zum Abschluss wurden noch historische Bäume und Pflanzungen, die unter Naturschutz stehen oder gestanden haben, vorgestellt.
Mit starkem Applaus bedankten sich die zahlreichen Besucher bei den Mitwirkenden vom AK 13 für einen gelungenen Vortragsabend.

 

Handwerk, Handel und Gewerbe in Dürwiß
5. Vortrag des Arbeitskreis Dürwiß

Am Montag, dem 25. August 2025 war es wieder soweit. Der Arbeitskreis 13 vom Eschweiler Geschichtsverein, unter Leitung von Walter Münchow unterstützt durch die Mitglieder des Arbeitskreises, hatten zum fünften Vortrag mit dem Thema „Handwerk, Handel und Gewerbe in Dürwiß, Teil 1“ im Bonifatiusforum in Dürwiß eingeladen, der über 70 Besucher gefolgt waren. Die Veranstaltung hatte folgenden Inhalt:

Im Umkreis von 5 km nördlich von Dürwiß konnten bei den Ausgrabungsarbeiten durch die Archäologen des LVR wichtige Erkenntnisse über die handwerklichen Tätigkeiten unserer Vorfahren gefunden werden. Die einzelnen handwerklichen Tätigkeiten von der Entwicklung vom Jäger und Sammler zu den frühen kulturellen Lebensgemeinschaften wurden erläutert. Die Weiterentwicklung des Handwerks von der Eisenzeit bis hin zum Mittelalter war Bestandteil des Vortrages bis zur Pause.

Nach der Pause begleitete ein original-gekleideter Nagelschmied mit urigen Kommentaren die einzelnen Vorträge zu den historischen in Dürwiß ausgeübten Berufen. Der in Dürwiß speziell ausgeübte Beruf des Senfmachers und -händlers sowie des Schmiedehandwerks und speziell der Nagelschmiede fanden großes Interesse. Die verschiedenen Vortragenden aus dem AK 13 hatten erfolgreich zum Gelingen des Abends beigetragen.

Ein zweiter Teil wird in Kürze folgen.

Wanderung des Arbeitskreis Röhe

Der Arbeitskreis Röhe im Eschweiler Geschichtsverein hat vor einigen Jahren einen großen Rundwanderweg in Röhe vorgestellt. Nunmehr folgt die damals schon gewünschte Eröffnung eines „Kleinen Rundwanderwegs“ in Röhe. Nachdem ein kurzes, aber entscheidendes Teilstück jetzt fertiggestellt wurde, erfolgt am 16.08.25 die Eröffnung. Wir gehen um 14.00 h am Pfarrheim Röhe los. Begleiten Sie uns für ca. zwei Stunden und Sie werden ein paar Ecken in Röhe kennenlernen, die vielen noch unbekannt sind oder deren früherer Bedeutung verloren gegangen ist. Man sollte gut zu Fuiß sein, festes Schuhwerk ist erforderlich. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen.

Volksliederabend des Arbeitskreis Mundart

Volksliederabend 2025 ein voller Erfolg

 

Gemeinsam mit der VHS Eschweiler veranstaltete der Arbeitskreis 3 Mundart am 05.06.2025 im Eschweiler Talbahnhof einen Volksliederabend.

Die musikalische Leitung der unter dem Motto „Musik ist Trumpf“ stehenden Veranstaltung hatte Peter Goerres, die Moderation übernahmen die Leiterin der VHS Eschweiler Silvia Hannemann und Alfred Wings, der Sprecher des Arbeitskreises.

Der MGV Cäcilia Hastenrath mit der Chorleiterin Uschi Ritzen begeisterte das Publikum im gut gefüllten Talbahnhof mit einem gelungenen Gesangsvortrag.  Es wurden jedoch nicht nur von allen Anwesenden wohlklingende und altbekannte Volkslieder gesungen. Mitglieder des Arbeitskreises trugen einige Texte in Mundart vor, so dass ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde.

Die fröhliche Veranstaltung endete nach gut zwei Stunden und noch viele sangen auf dem Nachhauseweg das Lied „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder summten das zuvor angestimmte Lied „So ein Tag, so wunderschön wie heute“.

Aachen Frankfurter Heerstraße (AFH)

Dr.-Ing. habil., Bernhard Steinauer, Universitätsprofessor i.R. am Lehrstuhl für Straßenwesen der RWTH Aachen und Leiter des Arbeitskreises Karolingisches Aachen, verfolgt seit Jahren das Ziel, den Verlauf der Aachen-Frankfurter-Heerstraße wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. Er bat Anrainergemeinden und örtliche Geschichtsvereine um Unterstützung seines Vorhabens.

Die Stadt Eschweiler, der Eschweiler Geschichtsverein und der Förderverein Zisterzienserinnenkloster St. Jöris erklärten sich hierzu bereit. Die notwendigen finanziellen Mittel wurden vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW in Form des „Heimatschecks“ bereitgestellt. Das Layout für die Hinweistafeln wurde vom LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland erstellt. Die Bearbeitung erfolgte durch Karin White-Rahneberg.

Die Einleitung wurde von Andreas Schaub, Stadtarchäologie Aachen, verfasst. Gabriele Müller und Armin Meißner vom Arbeitskreis Archäologie des Eschweiler Geschichtsvereins erstellten die Texte und trafen die Bildauswahl. Die Aufstellung der Tafeln wurde von Gerhard Handels, Abteilung Straßenbau und Verkehr der Stadt Eschweiler beauftragt und vom Baubetriebshof der Stadt Eschweiler durchgeführt.

Umfangreiche Informationen finden Sie in unserem 15 seitigen Begleit-Dokument (PDF, Din A4, ca. 1,5 MB) 

Ansicht und Download aller 3 aufgestellten Tafeln
AFH Tafel St. Jöris (PDF, ca. 8 MB)
AFH Tafel Dürwiß (PDF, ca. 4 MB)
AFH Tafel Weisweiler (PDF, ca. 9,5 MB)

Vandalismus
Bitte melden Sie Beschädigung der Tafeln bei:
Gerhard Handels, Abteilung Straßenbau und Verkehr der Stadt Eschweiler.

Lehrpfad Kohlberg